Der Meisterkampf in der Bundesliga ist spannend, aber laut Herbert Prohaska derzeit nicht von hoher Qualität geprägt. In seiner Kolumne hält Österreichs Jahrhundert-Kicker fest, dass es für ihn so aussehe, als wolle „keiner wirklich Meister werden“ – mit einer Ausnahme: dem LASK.
Die Oberösterreicher wirkten zuletzt am stabilsten, schreibt Prohaska. Schon in den vergangenen zwei Spielen gegen Sturm sei der LASK jeweils die bessere Mannschaft gewesen und mit zwei Remis unter Wert geblieben. Das 5:1 in Hartberg bezeichnet er als „echtes Ausrufezeichen“.
Für den Klub war es zugleich ein besonderer Moment: Der LASK ist erstmals seit einigen Jahren Tabellenführer. Damit wechselt die Mannschaft vom Jäger zum Gejagten. Wie sie mit dieser neuen Rolle umgeht, müsse sich erst zeigen, hält Prohaska fest. Würde er spontan wetten, würde er sein Geld auf den LASK setzen.
Abseits dieser Ausnahme fällt Prohaska ein deutlich kritisches Urteil über das restliche Feld. „Für Fordern“ sei derzeit keiner gut genug, die übrigen Teams seien „eine reine Wundertüte“. Das sei für neutrale Zuschauer zwar spannend, spreche aber nicht unbedingt für die Qualität der Liga.
Prohaska verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Struktur der Bundesliga. Österreich bleibe eine Ausbildungsliga. Abgegebene Spieler hätten in dieser Saison nie richtig ersetzt werden können. Genau darin sieht er einen wesentlichen Grund dafür, dass der Titelkampf zwar offen ist, spielerisch aber nicht durchgehend überzeugt.














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