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Burgenlands Alleingang bei der Herzchirurgie heizt Debatte an

Redaktionelle Szene zum Thema „Burgenlands Alleingang bei der Herzchirurgie heizt Debatte an“

Das Burgenland baut seine Herzchirurgie in Oberwart seit dem Scheitern eines fast fertigen Deals mit der MedUni Wien allein auf. Der geplante Schulterschluss platzte auf den letzten Metern, seither verweist das Land auf steigenden Bedarf und lange Wartelisten. Neue Zahlen und frühere Einschätzungen von Experten machen die Entscheidung nun erneut zum Streitpunkt.

Im Zentrum der Debatte steht die Frage, warum das Burgenland diesen Weg ohne die MedUni Wien geht. Nach Angaben aus dem Umfeld der Diskussion hat sich die Auseinandersetzung in den vergangenen Tagen deutlich zugespitzt. Dabei geht es nicht mehr nur um die politische Linie des Landes, sondern zunehmend auch um fachliche Bewertungen.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil von der SPÖ setzte die Herzchirurgie an der Klinik Oberwart gegen massiven Gegenwind des Bundes und von Gesundheitsministerin Korinna Schumann, ebenfalls SPÖ, durch. Das Projekt wird nun ohne die ursprünglich vorgesehene Zusammenarbeit mit der MedUni Wien vorangetrieben.

Die Gegner des Vorhabens stellen vor allem die Entscheidung für den Alleingang infrage. Das Burgenland hält dagegen und begründet den Ausbau mit dem Bedarf in der Versorgung sowie mit bestehenden Wartelisten. Die nun vorliegenden Zahlen verleihen der bereits zuvor kontrovers geführten Diskussion zusätzliches Gewicht.

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