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Müll aus Uganda im Wiener Theseustempel ausgestellt

Redaktionelle Szene zum Thema „Müll aus Uganda im Wiener Theseustempel ausgestellt“

Im Wiener Theseustempel ist seit Freitag die Installation „Kiteezi“ der ugandischen Künstlerin Njola zu sehen. Die Arbeit besteht aus weggeworfenen Materialien von Ugandas größter Deponie und thematisiert die Folgen der weltweiten Wegwerfgesellschaft.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Mülldeponie Kiteezi in der Nähe von Kampala. Dort werden nach Angaben der Präsentation täglich 2.000 Tonnen Abfall abgeladen. Ein kleiner Teil dieses Mülls ist nun in den Theseustempel im Volksgarten gelangt.

Njola, bürgerlich Nabukenya Allen, zeigt futuristische Skulpturen mit teils dystopischem Anstrich. Das Herzstück der Schau ist ein überdimensioniertes Motorrad, das hauptsächlich aus alten Autoreifen gefertigt wurde. Die sogenannten Boda-Boda sind in Uganda verbreitete Motorradtaxis. Die Künstlerin sagte bei einem Pressetermin, Boda-Boda-Fahrer finde man in Uganda überall.

Das Motorrad steht für die Motorradtaxifahrer in Kampala, die oft am Rand der Gesellschaft stehen. Aufgestellt ist es auf einer transparenten Plexiglasbühne, die mit geschichteten Farbpigmenten gestaltet wurde. Zum Einsatz kamen außerdem pulverisierte Flipflops und weitere weggeworfene Materialien, aus denen Njola neue Objekte geschaffen hat.

Die Ausstellung wurde vom Weltmuseum eingeladen und ist bei freiem Eintritt im Theseustempel zu sehen.