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Wohneigentum unter Druck: Warum „Betongold“ als Altersvorsorge fraglicher wird

Redaktionelle Szene zum Thema „Wohneigentum unter Druck: Warum „Betongold“ als Altersvorsorge fraglicher wird“

Wohneigentum gilt in Österreich seit jeher als Altersvorsorge. Doch steigende Preise, längere Kreditlaufzeiten, höhere Zinsen und neue Anlagealternativen stellen gerade junge Menschen zunehmend vor die Frage, ob sich der Kauf noch lohnt. Ein Experte der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) ordnet die Entwicklung ein.

Ein Blick auf den Leistbarkeitsindex für Wohneigentum der Unicredit Bank zeigt die Größenordnung der Belastung: Für 100 Quadratmeter Wohnraum mussten Käufer 2025 über elf Nettojahreseinkommen aufbringen. Nach Angaben von OeNB-Experte Markus Schwaiger sind die Immobilienpreise von 2010 bis 2022 deutlich schneller gestiegen als die Einkommen. Erst der starke Zinsanstieg im Jahr 2022 habe diese Entwicklung vorerst gestoppt.

Damit gerät ein Modell unter Druck, das in Österreich lange als sichere Form der Vermögensbildung und Absicherung im Alter galt. Der Kauf von Wohnraum will damit deutlich sorgfältiger überlegt sein als noch vor wenigen Jahren. Für viele Kaufinteressenten ist die Frage nicht mehr nur, ob Eigentum möglich ist, sondern ob es unter den veränderten Bedingungen noch die richtige Entscheidung für die Altersvorsorge ist.

Die Debatte wird zusätzlich dadurch befeuert, dass neben dem Immobilienkauf inzwischen auch andere Anlageformen als Alternativen zur Verfügung stehen. Vor allem für jüngere Menschen verändert das die Abwägung zwischen Eigentum, Finanzierung und langfristiger Absicherung. Der klassische Ruf von „Betongold“ als verlässlicher Vorsorgebaustein ist damit zumindest nicht mehr selbstverständlich.

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