Vier Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl werden in Salzburg weiter radioaktive Belastungen festgestellt. Verstrahlte Almen, belastete Böden und hohe Werte in Pilzen und Wildbret gehören zu den Folgen des Super-GAUs von April 1986, die auch im Jahr 2026 noch messbar sind.
Als es am 26. April 1986 zur Kernschmelze in Reaktorblock 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine kam, war zunächst nicht absehbar, welche Auswirkungen das Unglück auf das rund 1.600 Kilometer entfernte Salzburg haben würde. Hoch radioaktive Partikel von Cäsium-137 und Jod wurden tagelang in die Atmosphäre freigesetzt und erreichten Österreich nach drei Tagen.
Seltene Wetterlage brachte die Belastung nach Österreich
Entscheidend war dabei eine seltene Wetterlage über Mitteleuropa. Nach Angaben von Meteorologe Josef Haselhofer von der GeoSphere sind Ostströmungen, wie sie damals herrschten, statistisch äußerst selten. Genau diese Konstellation trug dazu bei, dass die radioaktiven Stoffe aus der Ukraine auch in Salzburg ankamen.
Die Strahlenbelastung wird selbst 40 Jahre nach dem Super-GAU noch gemessen. Damit bleibt Tschernobyl in Salzburg nicht nur ein historisches Ereignis, sondern eine sicherheitstechnische Folge, die bis heute nachwirkt. Besonders betroffen waren und sind dabei sensible Bereiche wie Almen, Böden, Pilze und Wildbret.














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