Ein Niederösterreicher hat sich über eine Rechnung von mehr als 150 Euro für das Laden seines E-Autos geärgert, weil darin nicht nur Strom, sondern auch hohe Standgebühren ausgewiesen waren. Besonders nachts werde das für Autobesitzer zur Herausforderung, heißt es im Zusammenhang mit dem Fall: Das Auto lädt oft mehrere Stunden, während zusätzliche Kosten für das „Parken“ an der Ladesäule anfallen.
Betroffen ist Horst W. aus Waidhofen an der Thaya. Sein E-Auto, Baujahr 2019, lädt nach seinen Angaben deutlich langsamer als neuere Modelle. „Um die Batterie voll zu kriegen, muss ich mehr als drei Stunden laden“, sagte er. Als er im Salzburger Bad Hofgastein Urlaub machte, schloss er seinen Wagen an einer Ladesäule an.
Der Mann ist Kunde der EVN und erhält in Niederösterreich zwar Vergünstigungen. Sobald er aber die Bundeslandgrenzen verlässt, werden auf der Rechnung auch Roaming-Gebühren und Standgebühren sichtbar. Gerade bei längeren Ladezeiten können diese Zusatzkosten den Preis deutlich in die Höhe treiben.
Bei wenigen öffentlichen Ladesäulen im Ort verrechnen Konzerne Standgebühren, damit die Ladepunkte schneller wieder frei werden. Tagsüber sei das sinnvoll, nachts werde es für Autobesitzer jedoch zur Belastung. In dem geschilderten Fall machte der Strom selbst nur einen Teil der Gesamtsumme aus.
Damit rückt ein Problem in den Blick, das viele Fahrer von E-Autos betrifft: Wer auf langsamer ladende Fahrzeuge und längere Standzeiten angewiesen ist, kann an öffentlichen Ladesäulen schnell mit Zusatzkosten konfrontiert werden.














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