Zum 40. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl zeigt die Gumpoldskirchner Fotografin Michaela Vondruska in Baden Bilder aus der Sperrzone rund um das ukrainische Kernkraftwerk. Der Atomunfall vom 26. April 1986 hatte die Region Tschernobyl verwüstet.
Vondruska war 2018 und 2019 vor Ort und nahm an Führungen durch das 30 Kilometer große Sperrgebiet teil. Dort sei fast jedes Leben entzogen worden, sagte sie. Nur wenige Lebewesen habe man gesehen, darunter einen Fuchs mit zwei Schwänzen. Solche Missbildungen seien inzwischen aber die Ausnahme geworden, berichtete sie. Wölfe und Füchse hätten sich angepasst.
Für die Aufnahmen galten strenge Vorsichtsmaßnahmen. In Reaktornähe musste die Fotografin Gamaschenstiefel mit Bleisohle tragen. Außerdem durfte nicht aufgestampft, nicht mit Stativ fotografiert und im Freien weder gegessen noch getrunken werden. Ein Dosimeter kontrollierte die Strahlung nach zehn Stunden. Die gemessenen Werte seien so hoch gewesen wie bei einem Flug von Wien nach New York, sagte Vondruska.
Ihre Fotos zeigen nach eigenen Worten Leb- und Trostlosigkeit und eine albtraumhafte Szenerie. Vondruska ist Fotografin und Musiklehrerin in Gumpoldskirchen im Bezirk Mödling.














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