In Kosovo zeichnet sich erneut eine Parlamentswahl ab, weil sich die Parteien nicht auf die Wahl eines neuen Staatsoberhauptes einigen konnten. Bis Dienstag, 28. April, läuft noch die Frist, doch nach Lage der Dinge wird das Parlament kein neues Oberhaupt bestimmen.
Damit droht dem Land eine weitere politische Hängepartie. Gelingt die Einigung nicht, müssen die Parteien den Ausweg bei den Wählerinnen und Wählern suchen. Die Präsidentenwahl ist in Kosovo an eine Verständigung zwischen den politischen Lagern gebunden.
Im Zentrum steht auch die Regierungspartei Vetëvendosje von Ministerpräsident Albin Kurti. Zwar regiert sie mit großer Mehrheit, für die Neubesetzung des Präsidentenamts braucht sie jedoch die Mitwirkung der Opposition. Eine Einigung mit ihr ist bisher nicht zustande gekommen.
Die Lage verschärft damit die politische Krise in dem Balkanland. Sollte das Parlament bis zum Ablauf der Frist keine Staatspräsidentin oder keinen Staatspräsidenten wählen, dürfte es zu neuen Wahlen kommen.














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