Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland am 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl scharf attackiert. In einem Onlinedienst warf er dem Kreml vor, mit dem Krieg gegen die Ukraine die Welt erneut an den Rand einer menschengemachten Katastrophe gebracht zu haben.
Selenskyj verwies dabei auf russische Drohnen, die immer wieder über Tschernobyl flögen. Eine Drohne habe im vergangenen Februar die Schutzhülle getroffen, sagte er. „Die Welt darf diesen nuklearen Terrorismus nicht weiter zulassen“, erklärte Selenskyj weiter. Der beste Weg sei, Russland zu zwingen, seine rücksichtslosen Angriffe zu beenden.
Am Sonntag hatte sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal gejährt. Der Super-GAU vom 26. April 1986 gilt als die schlimmste zivile Nuklearkatastrophe der Geschichte. Damals geriet in der ukrainischen Sowjetrepublik ein Test im AKW Tschernobyl außer Kontrolle.
Selenskyj nahm am Sonntag gemeinsam mit der Präsidentin Moldaus, Maia Sandu, an einer Gedenkfeier am Kraftwerksgelände teil. Auch der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde, Rafael Mariano Grossi, war Teil der Zeremonie.
Die Katastrophe hatte Folgen weit über die Ukraine hinaus. Radioaktive Wolken breiteten sich abgeschwächt bis nach Nord- und Westeuropa aus.














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