Kapitalanlagegesellschaften in Österreich erinnern zur Stärkung der privaten Pensionsvorsorge an die mehrfach diskutierte Abschaffung der Kapitalertragssteuer nach einer bestimmten Behaltefrist eines Depots. Im Umfeld knapper öffentlicher Budgets und einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung gewinnt die Debatte über die Finanzierbarkeit des staatlichen Pensionssystems nach dem Umlageverfahren zusätzlich an Gewicht.
Aus Finanzmarktkreisen kam zuletzt Zustimmung zu einem Schritt der Bundesregierung zur Stärkung der betrieblichen Vorsorge, also der zweiten Pensionssäule. Der Tenor fällt allerdings zurückhaltend aus: Es handle sich um einen ersten, kleinen Schritt in die richtige Richtung. Das Modell soll allen Arbeitnehmenden offenstehen und zudem eine Variante ohne Kapitalgarantie ermöglichen.
Angelika Sommer-Hemetsberger, Präsidentin des Aktienforums, begrüßte diese Ausgestaltung. Durch die Stärkung der zweiten Pensionssäule könne das staatliche System entlastet und sinnvoll ergänzt werden, sagte sie. Die Möglichkeit, ohne Kapitalgarantie zu veranlagen, eröffne langfristiges und auch risikoreicheres Anlegen und damit Chancen auf bessere Veranlagungsergebnisse.
Gleichzeitig verweisen Fondsanbieter auf die dritte Pensionssäule und damit auf die private Vorsorge. Dort steht aus ihrer Sicht vor allem die steuerliche Behandlung im Zentrum. Die schon öfter debattierte Abschaffung der Kapitalertragssteuer nach einer bestimmten Behaltefrist gilt ihnen als Hebel, um privates Ansparen attraktiver zu machen.














Leave a Reply