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Nord-Stream-Sprengung: Buch über mutmaßliche Crew könnte Selenskij belasten

Redaktionelle Szene zum Thema „Nord-Stream-Sprengung: Buch über mutmaßliche Crew könnte Selenskij belasten“

Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines bleibt politisch brisant: Ein neues Buch des Journalisten Bojan Pancevski schildert die Hintergründe jener Crew, die einen der waghalsigsten Sabotageakte des Ukraine-Krieges ausgeführt haben soll. Nach Darstellung der deutschen Ermittler wurden die Pipelines von einer Gruppe Ukrainer gesprengt, die von einem Segelschiff mit Minen zu den Leitungen hinabtauchten.

Die Ermittlungen gelten im Wesentlichen als aufgeklärt, auch wenn weiterhin Stimmen eine russische oder US-amerikanische Verschwörung vermuten. Deutsche Ermittler haben nach den vorliegenden Angaben umfangreiche Belege gesammelt und mehrere Haftbefehle ausgestellt. Die Sprengung der Leitungen, die von Russland nach Deutschland führen, zählt zu den folgenschwersten und spektakulärsten Sabotageakten der jüngeren europäischen Geschichte.

Pancevski sagt über seine Recherche, er habe schon früh vermutet, dass Ukrainer hinter der Tat stecken könnten. Im Zuge seiner Arbeit sei ihm bewusst geworden, dass er auf eine Geschichte gestoßen sei, die für mehrere Politiker unangenehm werden könnte. Besonders Selenskij könnte dadurch unter Druck geraten, heißt es in der Einordnung zu dem Buch.

Mit der Rekonstruktion der Crew rückt erneut die Frage nach den Verantwortlichen für den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines in den Mittelpunkt. Für die politische Debatte bleibt der Fall relevant, weil er nicht nur Sicherheitsfragen berührt, sondern auch die Beziehungen im Umfeld des Ukraine-Krieges belastet hat.

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