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Krieg im Sudan: Chirurg blieb im Krankenhaus und operierte am Boden

Redaktionelle Szene zum Thema „Krieg im Sudan: Chirurg blieb im Krankenhaus und operierte am Boden“

Seit mehr als drei Jahren prägt der Krieg im Sudan auch die Arbeit von Ärzten wie Dr. Jamal Eltaeb. Der Orthopäde leitete das Al-Nao-Krankenhaus in Omdurman nahe der Hauptstadt Khartum und blieb nach dem Ausbruch der Kämpfe im April 2023 im Spital, während die meisten seiner Kollegen flohen.

Eltaeb musste nach eigenen Angaben immer wieder schwere Entscheidungen treffen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur AP schilderte er die Zustände im Krankenhaus seit Kriegsbeginn. Unter den Bedingungen habe man teils am Boden operiert, heißt es in der Darstellung des Spitals und der Situation vor Ort.

Der Chirurg wird auch als „Last Surgeon Standing“ („Der letzte Chirurg“) bezeichnet. Er gehörte zu den wenigen Ärzten, die ihre Arbeit im Krankenhaus fortsetzten, obwohl die Sicherheitslage im Land immer schlechter wurde.

Seit April 2023 sind im Sudan hunderttausende Menschen gestorben. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, rund zwölf Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Eltaeb sagte, er habe die Optionen abgewogen, im Krankenhaus zu bleiben, sich um seine Patienten zu kümmern und anderen Menschen zu helfen, die einen erfahrenen Chirurgen bräuchten, statt seine eigene Sicherheit zu wählen.

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