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Luxuslebensmittelhändler: In Österreich wird zuerst beim Essen gespart

Redaktionelle Szene zum Thema „Luxuslebensmittelhändler: In Österreich wird zuerst beim Essen gespart“

In Österreich wird nach Ansicht von Konstantin Wolf, Miteigentümer des Luxuslebensmittelhändlers Kate & Kon, in Krisen zuerst beim Essen gespart. Der Unternehmer sagte, wirtschaftliche Entwicklungen spürten er und sein Unternehmen direkt. Zugleich warb er dafür, auch in schwierigen Zeiten „Momente der Freude“ zu schaffen.

Wolf vertreibt mit Kate & Kon Luxuslebensmittel von Champagner über Wein bis zu Kaviar. Das Unternehmen verstehe sich nicht nur als Händler für Lebensmittel und Getränke, sondern habe versucht, eine Marke aufzubauen, die einen bestimmten Lebensstil ausdrücke, sagte er. Einen solchen Lifestyle lege man nicht so schnell ab wie das Geld für ein Glas Wein oder ein Stück Fleisch.

Auf die Frage, ob seine Klientel krisenresistent sei, verwies Wolf auf unterschiedliche Konsumgewohnheiten in Österreich und Deutschland. An Lebensmitteln werde in dieser Kultur, so sagte er, als Erstes gespart. Gleichzeitig betonte er, Champagner stehe für Feiern und Lebensfreude.

Im Vergleich zu Frankreich beschrieb Wolf einen anderen Zugang zu Genuss und Restaurantbesuchen. Dort gehe auch ein Durchschnittsverdiener ins Sterne-Restaurant, während in Österreich zuerst beim Essen gekürzt werde. Gerade deshalb sei es wichtig, auch in der Krise Räume für Freude zu erhalten.

Wolf äußerte sich zudem kritisch zu alkoholfreiem Wein. Als Weinkenner und Vielgereister trinke er in diesem Fall lieber Wasser mit Zitrone, sagte er.

Mit Blick auf den Umgang mit Luxus und Konsum formulierte Wolf auch eine klare Grenze: „Mit Champagner herumzuspritzen ist respektlos.“

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