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Diversion nach Übergriff auf LASK-Fans am Wiener Westbahnhof

Redaktionelle Szene zum Thema „Diversion nach Übergriff auf LASK-Fans am Wiener Westbahnhof“

Nach dem beendeten Prozess wegen des Platzsturms bei einem Wiener Derby in der Saison 24/25 hat ein weiteres Rapidspiel das Wiener Landesgericht beschäftigt. Diesmal ging es um einen Übergriff auf zwei LASK-Fans nach der 0:2-Heimniederlage von Rapid gegen den LASK im Oktober 2025. Das Verfahren endete diversionell.

Angeklagt waren zwei Rapidfans. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen Raub und Sachbeschädigung vor. Nach dem Spiel sollen sie am Westbahnhof auf zwei Fans der Linzer abgesehen haben. In einer Gruppe, deren andere Mitglieder maskiert waren und nicht identifiziert werden konnten, wurde einem der LASK-Anhänger ein Schal, ein Fanheft und ein Leiberl abgenommen. Dem anderen wurde ein Leiberl zerrissen.

Die Verteidigerin hielt der Anklage entgegen, dass es beim vorgeworfenen Raub einen Bereicherungsvorsatz geben müsse, der nicht vorliege. Der Richter schloss sich dieser Sicht an und ordnete das Geschehen eher als „Nötigung“ ein. Er lobte zudem das „gute Auftreten“ der beiden Angeklagten.

Das diversionelle Vorgehen erfolgte mit Zustimmung der Staatsanwältin und ist damit rechtskräftig. Vor Gericht traten die beiden jeweils 21 Jahre alten Angeklagten nach Angaben aus der Verhandlung geknickt und reumütig auf. Sie sagten, sie hätten nach dem Spiel ein paar Bier getrunken und seien in einem Lokal auf die Gruppe getroffen, die nach ihrer Darstellung die treibende Kraft bei dem Übergriff gewesen sei. Am Westbahnhof seien sie dann auf die LASK-Fans gestoßen. Einer der Angeklagten sagte: „Man wollte in dem Moment cool sein, auch mitrennen und denen einen Schrecken einjagen.“

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