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Vorarlberger Gemeinden warten weiter auf Altpapiererlöse

Redaktionelle Szene zum Thema „Vorarlberger Gemeinden warten weiter auf Altpapiererlöse“

In Vorarlberg erhalten die Gemeinden derzeit kein Geld für das gesammelte Altpapier. Hintergrund ist eine Zivilklage gegen den ehemaligen Verwerter des Vorarlberger Altpapiers in Oberösterreich, wie der Gemeindeverband mitteilte. Damit fehlt den Kommunen eine wichtige Einnahmequelle, gerade in einer Phase knapper Kassen.

Normalerweise bekommen die Gemeinden vom Verband Erlöse für das Altpapier ausbezahlt. Die Ausschüttung zum Jahresende wurde wegen der Klage aber vorerst zurückgehalten. Es geht dabei um einen hohen sechsstelligen Betrag.

Besonders deutlich zeigt sich die Lage in Lustenau. Die Gemeinde mit 24.700 Einwohnern sammelt jährlich rund 1.500 Tonnen Altpapier. 2016 erhielt sie dafür noch 100.000 Euro, 2023 waren es nur noch 16.500 Euro. In den Jahren 2024 und 2025 floss wegen der Probleme mit der Energie AG Oberösterreich Umwelt Service GmbH gar kein Geld mehr.

Die Einnahmen aus dem Altpapiergeschäft sind damit für die Gemeinden stark zurückgegangen. Nach Angaben aus Lustenau ist es zwar nicht mehr so lukrativ wie vor zehn Jahren, dennoch sei es das einzige Geschäft gewesen, das mit Wertstoffen noch gemacht worden sei. Gleichzeitig entgeht den Kommunen gerade in Zeiten von Spardruck eine zusätzliche Einnahmequelle.

Auch die Entwicklung bei den Mengen spielt eine Rolle: Weniger Prospekte bedeuten weniger Altpapier und damit geringere Erlöse. Für die Gemeinden in Vorarlberg verschärft das die ohnehin angespannte Finanzlage zusätzlich.