Österreich gehört laut der jüngsten OECD-Studie „Taxing Wages“ weiterhin zu den Ländern mit der höchsten Belastung von Arbeitnehmern durch Lohnsteuer und Sozialversicherung. Trotzdem wird in den laufenden Verhandlungen für das Doppelbudget 2027/2028 nach Angaben der Ausgangslage weiterhin über neue und höhere Steuern gesprochen.
Unter den 38 OECD-Staaten nehmen nur Deutschland, Frankreich und Belgien einem alleinstehenden Durchschnittsverdiener noch mehr ab. Die Daten stützen die Sicht, dass österreichische Beschäftigte bereits jetzt stark belastet sind. Genau deshalb sorgt der politische Kurs bei der Budgetkonsolidierung für Aufmerksamkeit: Die Regierung will ihr Budget demnach weitgehend einkommenseitig sanieren.
Verhandlungen über Einnahmen statt Entlastung
Im Mittelpunkt steht damit die Frage, ob zusätzliche Einnahmen über Abgaben und Steuern den Hauptteil der Sanierung tragen sollen. Das steht im Spannungsfeld zu der hohen bestehenden Belastung, die die OECD für Österreich ausweist.
Zusätzliche Brisanz erhält die Debatte durch ein Posting des ÖGB auf der Plattform X. Darin heißt es, das Problem seien „nicht Steuern, sondern schwache Kaufkraft“. Der ÖGB zählt zu den wichtigsten Sozialpartnern; seine Teilgewerkschaften verhandeln in diesem Umfeld mit.
Die Diskussion über den sogenannten „Steuerkeil“ zeigt damit vor allem den Konflikt zwischen fiskalischem Konsolidierungsbedarf und der ohnehin hohen Abgabenlast für Arbeitnehmer. Gerade im Vorfeld des Doppelbudgets 2027/2028 steht damit die Frage im Raum, wie weit der Staat auf der Einnahmenseite gehen kann, ohne die Belastung weiter zu erhöhen.














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