Am Dienstag lädt die niederösterreichische Industriellenvereinigung zum „Tag der Industrie“ nach Grafenegg. Dort treffen Bundeskanzler Christian Stocker, Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer und Deregulierungsstaatssekretär Sepp Schellhorn aufeinander. Mit dabei sind auch WKO-Chefin Martha Schulz und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Für Schellhorn ist die Veranstaltung auch deshalb interessant, weil er mit Mikl-Leitner über Deregulierung sprechen will. Einen gemeinsamen Termin gibt es vorerst aber nicht: Die Landeshauptfrau will noch nicht. Das ist insofern bemerkenswert, als Schellhorn auf ein Gespräch mit ihr wartet, während beide grundsätzlich dasselbe Ziel verfolgen.
Auch mit WKO-Chefin Schulz musste sich der Staatssekretär nach Angaben aus dem Umfeld monatelang um ein Gespräch bemühen. Zustande kam es schließlich durch Vermittlung. Beide Fälle zeigen, dass Schellhorns Anliegen zwar auf Zustimmung stoßen können, ein direkter Austausch mit den zentralen Akteuren aber nicht automatisch erfolgt.
Der „Tag der Industrie“ bringt damit mehrere politische und wirtschaftliche Spitzenvertreter an einem Ort zusammen. Ob es in Grafenegg auch zu einem direkten Gespräch zwischen Schellhorn und Mikl-Leitner kommt, ist offen. Sicher ist nur: Der Staatssekretär müsste dafür wohl weiter auf den Anruf der Landeshauptfrau warten.













