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50 Jahre SCS: Wie ein Einkaufszentrum den Handel veränderte

Redaktionelle Szene zum Thema „50 Jahre SCS: Wie ein Einkaufszentrum den Handel veränderte“

Als die Shopping City Süd (SCS) am 22. September 1976 in Vösendorf im Bezirk Mödling eröffnete, war ein Einkaufszentrum dieser Größe für Österreich neu. Das Projekt nach amerikanischem Vorbild veränderte den Handel in der Region und löste bei vielen Geschäftsleuten Sorgen aus. Heute steht die SCS selbst unter Druck der Onlinekonkurrenz.

Die Idee für die Einkaufsstadt am Stadtrand von Wien hatte der Wiener Textilfabrikant Hans Dujsik Anfang der 1970er Jahre. Schon ein Jahr nach der Eröffnung öffnete in der SCS das erste Ikea-Möbelhaus in Österreich. 1988 wurde das Einkaufszentrum erweitert, 1989 erhielt es eine eigene Autobahnabfahrt. 1994 kam das Multiplex mit Kinocenter dazu, 2002 wurden Haupthaus, Ikea und Multiplex verbunden.

Unibail-Rodamco-Westfield übernahm die Shopping City Süd 2008 von der Hans-Dujsik-Privatstiftung. Als Kaufpreis wurden 600 bis 800 Millionen Euro kolportiert. Heute zählt die Westfield Shopping City Süd zu den größten Einkaufszentren Europas.

Auf mehr als 200.000 Quadratmetern bietet das Zentrum rund 330 Geschäfte, 60 Gastronomiebetriebe und 10.000 Parkplätze. Nach Angaben aus dem Umfeld des Handels arbeiten dort 5.200 Menschen.

Die Eröffnung hatte vor 50 Jahren auch in den umliegenden Städten für Beunruhigung gesorgt. Erich Moser, Bezirksobmann der Wirtschaftskammer in Mödling und Vizepräsident der Wirtschaftskammer, sprach damals von „Besorgnis“ bei den Geschäftsleuten in der Umgebung. Mit dem Aufstieg großer Einkaufszentren verschob sich der Wettbewerb im stationären Handel grundlegend. Heute ist es vor allem die Onlinekonkurrenz, mit der die SCS zu kämpfen hat.