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Flughafen Graz trotz Passagierminus: Holding weist Verkaufsgerüchte zurück

Redaktionelle Szene zum Thema „Flughafen Graz trotz Passagierminus: Holding weist Verkaufsgerüchte zurück“

Die Holding Graz stellt klar, dass der Flughafen Graz nicht zum Verkauf steht. Holding-Graz-Chef Mark Perz tritt damit Verkaufsgerüchten entgegen, während der Airport in einem schwierigen Jahr zwar weniger Passagiere zählt, aber operativ weiter entwickelt wird.

Bis Dienstag kamen heuer 684.000 Fluggäste nach Graz, das entspricht einem Minus von 0,4 Prozent. Am Jahresende rechnet Flughafenchef Wolfgang Grimus mit rund 810.000 Passagieren und damit etwa 20.000 weniger als im Vorjahr. Deutlich stärker zurückgegangen ist der Feriencharter: Hier liegt das Minus bei sechs Prozent auf 182.000 Passagiere. Auch die Zahl der Flugbewegungen sank insgesamt um 4,9 Prozent.

Belastung durch höhere Kerosinpreise

Grimus führt die Turbulenzen vor allem auf die Lage in der internationalen Luftfahrt zurück. Als Folge des Irankriegs sei der Preis für Kerosin auf derzeit 1500 Dollar je Tonne gestiegen, sagte er. Für Fluglinien bedeute das spürbare Mehrkosten: Auf der Verbindung nach Hurghada entstünden laut Grimus 20.000 Dollar zusätzliche Kosten, nach Hamburg 7000 Dollar. Die Airlines müssten darauf reagieren, was in vielen Fällen eine Ausdünnung des Angebots nach sich ziehe.

Trotz der Rückgänge hält sich der Standort Graz im österreichischen Vergleich verhältnismäßig gut. Von den sechs Verkehrsflughäfen im Land schreiben derzeit nur zwei positive Passagierzahlen. Graz gehört nicht dazu, verliert aber vergleichsweise wenig.

Neue Kapazitäten im Winterflugplan

Für den Winterflugplan ab 25. Oktober kündigt der Airport größere Maschinen und damit mehr Kapazitäten auf den Strecken nach Frankfurt und München an. Auch Swiss stockt die Verbindung Graz–Zürich auf sieben wöchentliche Flüge auf. Mit dem Ausbau dieser Hub-Verbindungen soll das Ende der Strecke Graz–Wien abgefedert werden.

Eine Rückkehr dieser Verbindung erwartet Grimus nicht. Die AUA flotte die Embraer-Maschinen aus und verfüge dann nicht mehr über jenen Flugzeugtyp, der für die Anbindung einer Stadt wie Graz ideal sei, sagte er. Für den Flughafen Graz bleibt damit die Frage zentral, wie sich das Angebot auf den wichtigen Umsteigeverbindungen künftig entwickelt.