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Russland droht anhaltende Wirtschaftsschwäche

Redaktionelle Szene zum Thema „Russland droht anhaltende Wirtschaftsschwäche“

Russlands Wirtschaft ist im Rückgang, und Präsident Wladimir Putin verlangt nun Gegenmaßnahmen von der Regierung. In den ersten zwei Monaten sei das Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent gesunken, sagte er in der vergangenen Woche auf einer Regierungssitzung. Die russische Zentralbank hatte erst kürzlich noch ein Plus von 1,6 Prozent für das erste Quartal prognostiziert.

Putin verband die Zahl mit der Aufforderung an sein Kabinett, die Wirtschaft wiederzubeleben. Dabei verwies er darauf, dass das Minus zum Teil auf die größere Zahl von Sonn- und Feiertagen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen sei. Dennoch lasse sich die Schwäche im zivilen Sektor nicht mehr übertünchen, obwohl der Rüstungsboom die Gesamtlage lange gestützt habe.

Es war bereits die zweite Regierungssitzung zu diesem Thema seit Ende März. Der Druck auf die Wirtschaft nimmt damit auch auf höchster politischer Ebene zu. Für den Kreml ist die Entwicklung heikel, weil die Probleme im zivilen Bereich inzwischen offen sichtbar werden.

Nach den vorliegenden Angaben bleibt die Lage angespannt. Während der militärisch getriebene Teil der Wirtschaft weiter läuft, verschlechtert sich die Situation in anderen Bereichen. Genau dort sieht sich Putin nun gezwungen, von seiner Regierung konkrete Schritte zu verlangen.

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