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Sexuelle Belästigung bei Rotem Kreuz in Osttirol: Mitarbeiterin verlässt Dienstverhältnis

Redaktionelle Szene zum Thema „Sexuelle Belästigung bei Rotem Kreuz in Osttirol: Mitarbeiterin verlässt Dienstverhältnis“

Beim Roten Kreuz in Osttirol ist es Anfang September zu einem Fall sexueller Belästigung gekommen. Betroffen war eine junge, hauptberuflich beim Roten Kreuz beschäftigte Mitarbeiterin in der Bezirksstelle in Lienz. Die Frau ist inzwischen aus dem Dienstverhältnis ausgeschieden, der Fall wurde nicht angezeigt.

Nach den vorliegenden Angaben soll ein höhergestellter Mitarbeiter für das Fehlverhalten verantwortlich sein. Die betroffene Frau meldete den Vorfall dem Betriebsrat, dieser informierte den Geschäftsführer. Danach kam es zu einer Krisensitzung mit den Obleuten Egon Kleinlercher und Franz Webhofer, Geschäftsführer Alexander Perry sowie den Betriebsratsvorsitzenden Franz Köll und Günther Payer.

Im Zuge der internen Vorgänge wurde die betroffene Frau bei voller Bezahlung vom Dienst freigestellt. Laut den Angaben führte der Fall auch zu Spannungen innerhalb der Belegschaft. Günther Payer legte alle seine Funktionen als Ausbildungsverantwortlicher zurück. Die junge Frau kündigte mit sofortiger Wirkung.

Die Führung des Roten Kreuzes Osttirol bestreitet den Vorfall nicht. Franz Webhofer erklärte, nach Bekanntwerden des Fehlverhaltens sei die Ombudsstelle des Roten Kreuzes in Innsbruck eingeschaltet worden. Dort habe ein Richter den Vorsitz. Es sei darum gegangen, in einem außergewöhnlichen Fall richtig zu handeln, sagte Webhofer.

Er teilte außerdem mit, dass es zweimal zu verbalen Übergriffen gekommen sei. Mit den Betroffenen seien Gespräche geführt worden. Vorstand und Geschäftsführung hätten Empfehlungen erhalten, wie in einem solchen Fall vorzugehen sei. Der Mitarbeiter habe sich entschuldigt.