Frances Haugen hat 2021 mit internen Facebook-Dokumenten weltweit Aufsehen ausgelöst. Nun verarbeitet Aaron Sorkin ihre Geschichte in dem Film „The Social Reckoning“, der ab Freitag im Kino läuft. Der Stoff knüpft an den Erfolg von Sorkins früherem Facebook-Film „The Social Network“ an, der vor 16 Jahren erschienen ist.
Haugen, eine ehemalige Facebook-Mitarbeiterin, wandte sich damals an das „Wall Street Journal“. Dort veröffentlichte der Journalist Jeff Horwitz eine Reihe von Artikeln, die als „Facebook Files“ bekannt wurden und den Konzern in eine seiner tiefsten Krisen stürzten. Die Enthüllungen lösten eine Debatte über den Kurs des Netzwerks aus.
Im Film wird Haugen von Oscar-Gewinnerin Mikey Madison gespielt, Horwitz von Jeremy Allen White. Mark Zuckerberg, dargestellt von Jeremy Strong, erscheint als distanzierter Chef, der sich selbst als „Redefreiheits-Absolutisten“ bezeichnet. Der Film zeigt ihn zugleich als Mann, der den Algorithmus der Plattform bewusst auf empörungs- und wutgetriebene Inhalte ausrichtet.
Inhaltlich kulminiert „The Social Reckoning“ im Sturm auf das Kapitol in Washington am 6. Jänner 2021. Der Film zeigt Zuckerberg in einer Phase des Zögerns, bevor er US-Präsident Donald Trump auf der Plattform blockiert.
Der Film rückt damit eine der folgenreichsten Kontroversen rund um Facebook auf die Leinwand: den Vorwurf, dass der Konzern Profit über das Wohl der Nutzer gestellt habe. Damit setzt Sorkin erneut auf ein Thema, das die öffentliche Wahrnehmung des Netzwerks seit Jahren prägt.













