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Grönlandhai: Warum das langlebigste Wirbeltier der Welt so alt wird

Redaktionelle Szene zum Thema „Grönlandhai: Warum das langlebigste Wirbeltier der Welt so alt wird“

Der Grönlandhai gilt als das langlebigste bekannte Wirbeltier der Welt. Wissenschafter schätzen, dass er bis zu 400 Jahre alt werden kann, manche Modelle halten sogar mehr als 500 Jahre für möglich. Das Tier lebt in kalten Gewässern des Nordatlantiks und der Arktis, tief unten zwischen 300 und 2000 Metern.

Mit seinem langsamen Tempo fällt der Hai kaum auf: Er bewegt sich nur wenig schneller als ein Spaziergänger. Gerade diese Lebensweise macht ihn jedoch zu einem besonderen Fall für die Forschung. Sein Geheimnis rückt nach Angaben der Forscher näher, ohne dass damit bereits alle Fragen beantwortet wären.

Der Grönlandhai, wissenschaftlich Somniosus microcephalus, ist ein Ausnahmefall der Evolution. Ein Tier, das geboren wurde, als Galileo noch lebte, könnte heute noch durch arktische Gewässer ziehen. Die enorme Lebensspanne macht ihn zu einem einzigartigen Forschungsobjekt für die Biologie von Alterung und Anpassung.

Für die Art birgt das lange Leben aber auch ein Risiko. Weil sich der Grönlandhai nur sehr langsam vermehrt, wirken sich Verluste besonders stark auf den Bestand aus. Das macht ihn trotz seiner beeindruckenden Widerstandskraft verletzlich.

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