Junge Lachse reagieren nach einer schwedischen Studie auffällig auf Kokain-Rückstände im Wasser: Die Tiere waren deutlich aktiver und schwammen teils fast doppelt so weit wie Artgenossen ohne Drogenkontakt. Untersucht wurde das Verhalten von mehr als hundert Lachsen im Vättersee, die mit Implantaten und akustischen Sendern ausgestattet waren.
Das Forschungsteam setzte die Tiere im Rahmen eines Experiments unterschiedlichen Bedingungen aus. Einige Lachse erhielten immer wieder Kokain, andere das Abbauprodukt Benzoylecgonin oder keine Substanz. Anschließend wurde ihre Bewegung genau verfolgt. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „Current Biology“ veröffentlicht.
Nach Angaben der Forschenden war vor allem die Wirkung von Kokain deutlich sichtbar. Besonders relevant sei dabei Benzoylecgonin, das häufig über Abwasser in Gewässer gelangt. Rückstände von Kokain im Wasser werden seit Längerem immer wieder nachgewiesen und können damit auch Tiere treffen.
Die Forschenden warnen, dass solche Belastungen Auswirkungen auf ganze Ökosysteme haben könnten. Die Studie zeigt, dass selbst geringe Spuren von Drogen im Wasser das Verhalten von Fischen verändern können. Für junge Lachse bedeutet das offenbar: Im Drogenrausch legen sie mehr Strecke zurück als sonst.














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