„Star Trek“ greift in „Starfleet Academy“ zu einem erzählerischen Mittel, das stark an „Star Wars“ erinnert. In der ersten Staffel der inzwischen eingestellten Serie führt die Föderation eine neue existentielle Gefahr ein: Omega 47. Das extrem instabile Partikel zerstört Raum und Subraum zugleich und macht Warpantrieb in ganzen Regionen unmöglich.
Damit reagiert das Franchise auf ein Problem, das sich mit dem Sporenantrieb der USS Discovery zugespitzt hatte. Seit dessen Einführung haftete dem Schiff der Ruf an, alles sofort und ohne Zeitverlust erledigen zu können. Reisen ohne logistische Hürden, Einsätze ohne Umwege und Rettungen ohne Verzögerung schwächten aus Sicht der Erzählung die Spannung.
Genau hier setzt „Star Trek: Starfleet Academy“ an. Die neue Bedrohung verschiebt das Machtgefüge innerhalb des Universums und entzieht der bekannten Technik ihre Selbstverständlichkeit. Wo Raumfahrt bisher beliebig wirkte, schaffen die Folgen von Omega 47 wieder Grenzen und Risiken. Die Serie greift damit auf ein Prinzip zurück, das auch „Star Wars“ prägt: Eine mächtige Welt bleibt nur dann dramatisch, wenn ihre Möglichkeiten nicht unbegrenzt sind.
Die inzwischen eingestellte Serie nutzt die neue Gefahr als erzählerische Entschärfung einer Notlage, die das Franchise selbst erzeugt hatte. Für Sci-Fi-Fans bedeutet das vor allem eines: „Star Trek“ macht einen Schritt weg von der Allmachtsfantasie und zurück zu Konflikten, die Raum für Unsicherheit lassen.














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