US-Regisseur Steven Spielberg hat Hollywood davor gewarnt, sich von Künstlicher Intelligenz ersetzen zu lassen. „Hollywood muss verhindern, dass KI uns ersetzt“, sagte der 79-Jährige im Interview mit dem Magazin „Stern“. Der Oscar-Preisträger stellte zugleich klar, dass die Technologie für seine Arbeit als Regisseur keinen Platz habe.
Spielberg, der einst selbst einen Film über Künstliche Intelligenz drehte, lehnt den Einsatz von KI bei seiner Regiearbeit ab. „Es gibt einen Platz für Kl in der Medizin und in der Forschung. Aber ich nutze KI nicht mal als Werkzeug für Recherche“, betonte er. Auch in seiner Produktion komme die Technologie nicht zum Einsatz, sagte Spielberg.
Besonders deutlich wurde er bei der Arbeit am Set und in der Entwicklung von Filmen. „In meinem Film gibt es keine von KI generierten Spezialeffekte“, sagte der Regisseur. KI könne zwar nützlich sein, etwa bei der Organisation von Filmproduktionen und bei der Erstellung eines Budgets. Für das kreative Arbeiten sieht Spielberg jedoch klare Grenzen.
„Wenn ich mit fünf Autoren in einem Raum sitze, gibt es für KI keinen Platz an diesem Tisch“, sagte er. Die Technologie könne nach seiner Ansicht Ideen aus der Vergangenheit stehlen und daraus eine „hybride Imitation“ erzeugen. Gemeint sei damit eine Nachahmung von Dingen, die Menschen aus ihrer Vorstellungskraft geschaffen hätten.
Spielbergs Warnung richtet sich damit nicht nur gegen technische Hilfsmittel im Produktionsalltag, sondern vor allem gegen einen möglichen Eingriff in den kreativen Kern der Filmbranche. Der Regisseur, dessen Filme nach eigenen Angaben mehr als zehn Milliarden US-Dollar eingespielt haben, setzt damit ein klares Zeichen in der laufenden Debatte über KI in Hollywood.













