In Micheldorf im Kremstal hat der Georgiritt erneut Pferde und Menschen auf den knapp 600 Meter hohen Georgiberg geführt. Der Brauch rund um den Gedenktag des Heiligen Georg, des Pferdepatrons, findet dort seit fast 100 Jahren statt.
Rund um den Georgitag werden in vielen Pfarren Flurumritte und Gottesdienste zu Ehren des Heiligen Georg abgehalten. In Micheldorf gehört der Ritt auf den Georgiberg seit Jahrzehnten zum festen Jahreslauf. Für viele Reiter ist der Georgiritt ein Pflichttermin, einige nehmen bereits seit mehreren Jahrzehnten daran teil.
Tradition mit Ziel auf dem Georgiberg
Der Georgiberg über Micheldorf war schon in vorchristlicher Zeit besiedelt. Die Grundmauern des Kirchleins gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Die heutige Kirche wurde 1982 zuletzt restauriert. Alle zwei Jahre ist sie Ziel des Micheldorfer Georgiritts, der mit einer Pferdesegnung und einem Heiligen Georg verbunden ist.
Heuer übernimmt Peter Burgholzer aus dem Micheldorfer Georgiritt-Komitee die Rolle des Heiligen Georg. Diese Darstellung ist Teil des Brauchs, bei dem auch geweihtes Brot eine Rolle spielt. Es soll Schutz und Segen für die Tiere bringen.
Mit dem Georgitag beginnt traditionell das bäuerliche Frühjahr. Zugleich gilt an diesem Tag der alte Brauch, wieder barfuß laufen zu dürfen, während die Wiesen nicht mehr betreten werden sollen.














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