Mit „Michael“ kommt an diesem Mittwoch ein lange diskutiertes Jackson-Biopic in die Kinos. Der Film von Antoine Fuqua gehört zu den aufmerksamsten Kinoveröffentlichungen der vergangenen Wochen und war auch hinter den Kulissen mit erheblichem Aufwand verbunden: Nachträgliche Änderungen machten 22 Drehtage zusätzlich nötig und trieben die Kosten um rund 15 Millionen Dollar nach oben.
Ursprünglich sollte der Film mit der Razzia auf Jacksons Neverland-Ranch beginnen. Damals war Michael Jackson beschuldigt worden, den 13-jährigen Jordan Chandler sexuell belästigt zu haben. Diese geplante Eröffnung wurde jedoch verworfen. Hintergrund ist eine Vereinbarung der Familie Chandler mit Jackson, die es untersagte, je einen Film über den Fall zu machen.
Die Klausel fiel den Verantwortlichen demnach erst nach den Dreharbeiten auf. Das Drehbuch und die bereits abgedrehten Szenen mussten daraufhin umgearbeitet werden. Der Film, dessen Budget ursprünglich mit 155 Millionen Dollar abgesegnet worden war, wurde so nachträglich auf eine andere Erzählweise umgestellt.
In der nun veröffentlichten Fassung steht stattdessen Jacksons Weg zum Superstar im Zentrum, dazu seine schwierige Beziehung zur Familie. Auch seine bekanntesten Hits spielen eine Rolle. Spätere Skandale werden in dem Film nicht behandelt, die Erzählung endet bereits 1988.
Michael Jackson bleibt damit auf der Leinwand zugleich als prägende Popfigur und als umstrittene Persönlichkeit präsent. Der Kinostart dürfte das Interesse an dem Musiker erneut bündeln – nicht zuletzt wegen der jahrelangen Debatte um die Ausrichtung des Films und die Änderungen während der Produktion.














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