Beim Ausbau der US-Grenzmauer zu Mexiko ist in der Wüste von Arizona ein jahrtausendealtes Kulturerbe schwer beschädigt worden. Betroffen ist eine historische Stätte indigener Völker im Schutzgebiet des Cabeza Prieta National Wildlife Refuge, die nach Angaben aus dem Umfeld der Anlage unter die Räder schwerer Baumaschinen geriet.
Im Zentrum der Schäden steht ein sogenanntes Intaglio, eine in den Boden gearbeitete Darstellung, die einem Fisch ähnelt und mehr als 1000 Jahre alt sein dürfte. Nach Berichten von Beobachtern vor Ort wurde ein rund 20 Meter breiter Abschnitt der Anlage zerstört. Satellitenbilder sollen eine Störung genau in diesem Bereich zeigen.
Wie die „Washington Post“ berichtet, hätten Baucrews mit schwerem Gerät das Gelände durchquert und dabei die historische Struktur beschädigt. Ein Mitarbeiter des US-Innenministeriums bestätigte demnach den Schaden, wollte jedoch anonym bleiben.
Kritik indigener Gemeinschaften
Besonders scharf fällt die Reaktion indigener Vertreter aus. Lorraine Marquez Eiler, eine Älteste der Hia-ced O’odham, sagte: „Wenn jemand nach Washington käme und dort die Stätten zerstören würde, die den Menschen etwas bedeuten …“
Der Vorfall entfacht auch die Debatte über das milliardenschwere Grenzmauer-Projekt neu. Für die betroffenen indigenen Gemeinschaften steht dabei nicht nur ein archäologisches Relikt auf dem Spiel, sondern ein Teil ihres kulturellen Erbes.














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