Über den Wäldern Tirols sind am Wochenende gelbe Staubwolken aufgestiegen, die im Großraum Innsbruck zu Notrufen führten. In Rinn und Oberperfuss wurde die Feuerwehr zweimal alarmiert, weil besorgte Bürger einen Waldbrand vermuteten.
Auslöser war nach Angaben eines Forstexperten der heuer erneut heftige Pollensturm. Der sichtbare Blütenstaub wirbelte so stark auf, dass er von weitem wie Rauch wirken konnte. Besonders an Föhntagen steigen die Staubwolken konzentriert auf und sind deutlich zu sehen.
Fichten blühen häufiger stark
Der Leiter der Abteilung Forstplanung im Land, Kurt Ziegner, verweist darauf, dass Fichten als vorherrschende Baumart in Tirol normalerweise alle fünf bis sieben Jahre stark blühen. Solche Phasen werden als Mastjahre bezeichnet. In den vergangenen Jahren häuften sich diese Blühperioden jedoch.
„Noch fehlen genügend gesicherte Daten“, sagt Ziegner. Es sei aber wohl so, dass Fichten und andere Arten auf die Klimaerwärmung mit verstärkter Blühaktivität reagieren. Die gelben Wolken seien damit kein Brandzeichen, sondern Ausdruck einer außergewöhnlich starken Blüte.
Der Staub lag am Wochenende auch auf Terrassen, Fensterbänken und Autos. Für die Feuerwehr blieb der Alarm ein Fehlalarm, die Ursache war der aufgewirbelte Blütenstaub aus den Wäldern.













