Insekten besiedeln seit mehr als 400 Millionen Jahren die Erde und haben dabei nahezu jeden erdenklichen Lebensraum erobert. Von kargen Hochgebirgsregionen über tropische Regenwälder bis in fließende Gewässer und den Boden unter unseren Füßen reicht ihr Verbreitungsgebiet. Heute sind sie die artenreichste Tiergruppe überhaupt.
Ihr Erfolg beruht nach Einschätzung des Verhaltensforschers Jürgen Tautz nicht auf einer einzelnen „Superfähigkeit“, sondern auf einem fein abgestimmten Zusammenspiel aus Anpassungsfähigkeit, Spezialisierung und bemerkenswerter Effizienz. Mit ihren ungewöhnlichen Sinnen und ihrer beispiellosen Anpassungsfähigkeit gelten Insekten damit als ein besonders gelungenes Erfolgsmodell der Natur.
Tautz, der kommende Woche in Vorarlberg zu Gast ist, beschäftigt sich mit den „genialen Erfindungen“ in der Insektenwelt. Der Wissenschaftler ordnet damit eine Tiergruppe ein, deren evolutionärer Einfallsreichtum sich laut der vorliegenden Beschreibung besonders eindrucksvoll verdichtet.
Dass Insekten so viele unterschiedliche Lebensräume besetzen können, ist Teil dieses Erfolgs. Die Tiere sind nicht nur zahlreich, sondern auch in ihrer Entwicklung äußerst flexibel. Genau diese Kombination hat ihnen über Millionen von Jahren einen Platz in fast allen Ökosystemen gesichert.













