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Streit um Ehrentribüne beim Villacher Kirchtag hält an

Redaktionelle Szene zum Thema „Streit um Ehrentribüne beim Villacher Kirchtag hält an“

Die Debatte um die Ehrentribüne beim Villacher Kirchtag geht nach dem Festzug weiter. In sozialen Medien und im Onlineforum werden die Sondertribüne und ihre Rolle beim Fest als überflüssig, aber auch als Teil der Tradition verteidigt.

Auslöser der Diskussion war Kritik der Villacher ÖVP. Sie stellte die rund 13.500 Euro teure Ehrentribüne sowie die dadurch verursachten Verzögerungen im Festzug infrage und forderte stattdessen Einsparungen zugunsten heimischer Standler.

In den Reaktionen gehen die Meinungen weit auseinander. Viele Kommentierende halten die Tribüne für nicht mehr zeitgemäß. Eine Facebook-Nutzerin schrieb, ein Volksfest sollte Menschen verbinden und nicht sichtbar in „Ehrengäste“ und „den Rest“ einteilen. Für sie sende die Tribüne das Signal: „Hier sitzen die wichtigen Leute, dort steht der Rest.“

Auch weitere Stimmen stellten die Sonderrolle der Ehrengäste infrage. Eine Kommentatorin fragte, warum Vertreterinnen und Vertreter der Politik separat und abgehoben säßen, wenn sich die Regierung doch um Bürgernähe bemühe. Ein anderer Nutzer schlug vor, die Ehrentribüne ausschließlich mit Blaulichtorganisationen zu besetzen. Einzelne Beiträge fielen deutlich schärfer aus und bezeichneten die Tribüne etwa als „Komödienstadel mit den Politikern samt Bürgermeister und C-Prominenz“.

Gleichzeitig gibt es auch Gegenstimmen. Ein Facebook-Kommentator schrieb, die Aufregung sei nicht nachvollziehbar und deutete die Debatte als übertrieben. Damit bleibt die Ehrentribüne beim Villacher Kirchtag auch nach dem Ende des Festes ein Streitpunkt, an dem sich in den sozialen Netzwerken weiter die Geister scheiden.