Deutsche Verbraucherschützer haben nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen den Facebook-Mutterkonzern Meta erstattet. Anlass ist die KI-Brille „Ray-Ban Meta Wayfarer“, die nach Einschätzung der Organisation HateAid gegen Datenschutzgesetze verstoße.
Die Anzeige richtet sich nicht nur gegen Meta. HateAid habe auch gegen den Brillenhersteller EssilorLuxottica sowie gegen die Optikerketten Fielmann, Apollo und Mister Spex und den Elektronikhändler MediaMarkt Anzeige erstattet, teilte die Organisation am Mittwoch mit.
HateAid stützt sich nach eigenen Angaben auf ein Gesetz, das den Verkauf von Kommunikationsgeräten verbietet, die dazu bestimmt sind, Personen unbemerkt zu filmen. Geschäftsführerin Josephine Ballon sagte: „Vor Smart-Brillen gibt es kein Entkommen.“ Man müsse jederzeit damit rechnen, gefilmt und anschließend im Internet bloßgestellt zu werden.
MediaMarktSaturn teilte auf Anfrage mit, man nehme die Strafanzeige sehr ernst, da man großen Wert auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte der Kunden und Dritter lege. Mister Spex betonte ebenfalls, Datenschutz sehr ernst zu nehmen. Von einer Anzeige habe man dort aber keine Kenntnis.
Die Strafanzeige richtet den Fokus damit auf ein zentrales Problem vernetzter KI-Brillen: Sie können nach Ansicht der Verbraucherschützer das Filmen im Alltag unbemerkt machen. Für Anbieter und Händler steht damit nicht nur ein einzelnes Produkt, sondern auch der Umgang mit personenbezogenen Daten beim Vertrieb solcher Geräte auf dem Prüfstand.













