Die Europäische Union will ihre Ermittlungen gegen Meta wegen mutmaßlich unzureichenden Jugendschutzes ausweiten. Im Zentrum stehen dabei Facebook und Instagram, deren Gestaltung nach einem Medienbericht darauf abzielen soll, Jugendliche möglichst lange auf den Plattformen zu halten. Ein Zwischenbericht des Verfahrens soll demnächst veröffentlicht werden.
Die EU hatte 2024 ein Verfahren gegen den US-Konzern wegen möglicher Verstöße gegen den Jugendschutz eingeleitet. Grundlage ist der Digital Services Act (DSA), der Internetkonzerne verpflichtet, gegen illegale und schädliche Inhalte vorzugehen. Im vergangenen April warf die EU-Kommission Meta vor, die Nutzung seiner Plattformen durch Kinder unter 13 Jahren nicht ausreichend zu unterbinden.
Neue Regeln gegen schädliche Designpraktiken
Parallel dazu arbeitet die EU an einer Ergänzung des DSA durch den geplanten Digital Fairness Act (DFA). Dieser soll Behörden mehr Möglichkeiten geben, „süchtig machende und schädliche Designpraktiken“ gezielt zu bekämpfen. Zudem soll der Einsatz Künstlicher Intelligenz in sozialen Medien begrenzt werden.
Daneben erwägt die EU-Kommission eine Altersbegrenzung nach australischem Vorbild. Die Debatte um die Wirkung sozialer Medien auf Jugendliche gewinnt damit weiter an Gewicht – nicht nur politisch, sondern auch mit Blick auf die künftigen Regeln für große Plattformen wie Facebook und Instagram.













