Der TSV Hartberg steht nach einem Sieg im Elfmeterschießen gegen die Wiener Austria im Viertelfinale des ÖFB-Cups. Beim 6:4 setzte sich die Mannschaft aus der Steiermark im Wiener Generali-Arena durch, weil Tormann Luka Maric den Elfmeter von Valentino Müller parierte und damit zum Matchwinner wurde.
Für Hartberg war der Erfolg auch eine Antwort auf die vergangene Saison. Damals war im Achtelfinale nach einem Elfmeterschießen gegen Blau-Weiß Linz Schluss, diesmal behielten die Oststeirer vom Punkt die Oberhand. Maric war dabei bereits in der ersten Cup-Runde im Einsatz gewesen, in der zweiten Runde stand Leih-Tormann Armin Pecsi vom FC Liverpool im Kasten, nun bekam wieder der 24-Jährige den Vorzug.
„Natürlich will man immer spielen, muss aber auch akzeptieren, wenn ein anderer Tormann den Vorzug bekommt“, sagte Maric. Er habe sich über das Vertrauen von Trainer Markus Schopp gefreut. Dass er gegen die Wiener Austria die Chance bekam, sei nicht selbstverständlich gewesen. Der Trainer habe gesehen, dass er in den vergangenen Wochen und Monaten hart gearbeitet habe, sagte Maric.
Der Schlussmann verwies darauf, dass er in seiner Rolle als zweiter Torhüter jederzeit bereit sein müsse. „Es kann sehr schnell gehen“, sagte er mit Blick auf die Situation bei Hartberg und verwies auch auf seine Zeit beim SK Sturm. „Als sogenannter Zweier musst du immer da sein.“
Beim gehaltenen Elfmeter war für Maric nicht nur Gefühl ausschlaggebend. Er erklärte, dass Hartberg die Schützen analysiere und auf mögliche Schussmuster achte. Im Elfmeterschießen mische er diese Analyse mit seinem Bauchgefühl. Gegen Valentino Müller habe es aus seiner Sicht zwei Möglichkeiten gegeben: einen Schuss in die Mitte oder ins Eck, für das er sich letztlich entschied. „Ich dachte, er wird als Austria-Spieler nicht in die Mitte schießen, also entschied ich mich für die Ecke. Ich hatte recht und auch ein bisschen Glück“, sagte Maric.
Für Hartberg reichte genau dieser eine Moment, um im Cup weiterzukommen. Maric stellte damit nicht nur seinen Wert als Ersatzmann unter Beweis, sondern auch, wie eng Analyse und Instinkt im Elfmeterschießen zusammenhängen können.












