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Neue KI wertet Mammografien als Hinweis auf Herzrisiko aus

Redaktionelle Szene zum Thema „Neue KI wertet Mammografien als Hinweis auf Herzrisiko aus“

Mammografien könnten künftig nicht nur Brustkrebs früher erkennen, sondern auch auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweisen. Ein in den USA entwickeltes KI-System kann Verkalkungen in den Arterien der weiblichen Brust quantifizieren und damit mögliche Probleme anzeigen.

Grundlage ist eine Studie, die im Fachmagazin der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie, dem „European Heart Journal“, erschienen ist. Die Forschenden um Theodorus Dapamede von der Abteilung für Radiologie der Emory Universität in Atlanta untersuchten, ob sich aus Screening-Mammografien zusätzliche Hinweise auf Atherosklerose gewinnen lassen.

Nach Angaben der Autoren werden Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen häufig nicht diagnostiziert und unzureichend behandelt. Die automatische Auswertung der Brustarterienverkalkung, kurz BAC, in der Mammografie könne Frauen mit erhöhtem Risiko identifizieren, schreiben die Wissenschafter in ihrer Arbeit.

Für die Analyse werteten sie die Daten von 123.762 Frauen aus, die sich in zwei US-Gesundheitssystemen, Emory Healthcare und der Mayo Clinic, einer Mammografie unterzogen hatten. Das Verfahren soll dabei helfen, aus einer ohnehin weit verbreiteten Früherkennungsuntersuchung weitere medizinisch relevante Informationen zu gewinnen.

Mammografien sind die häufigsten bildgebenden Früherkennungsuntersuchungen bei Brustkrebs. Nach den nun veröffentlichten Ergebnissen könnte der Test damit über seinen ursprünglichen Zweck hinaus auch Hinweise auf die Gefäßgesundheit liefern.

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