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Mikroplastik und Fruchtbarkeit: Was Studien bisher zeigen

Redaktionelle Szene zum Thema „Mikroplastik und Fruchtbarkeit: Was Studien bisher zeigen“

Tierstudien legen einen Zusammenhang zwischen Mikroplastik und Fruchtbarkeit nahe. Dabei wurden Einflüsse auf Hormone und die Spermienqualität festgestellt. Auch beim Menschen kann nach Einschätzung von Reproduktionsmediziner Andreas Obruca von einem solchen Zusammenhang ausgegangen werden, der in den kommenden Jahren wohl weiter zunehmen wird.

Obruca, Leiter des Kinderwunschzentrums an der Wien, verweist darauf, dass Mikroplastik bisher vor allem im Hoden nachgewiesen worden sei, bei Frauen auch in der Gebärmutterschleimhaut. Die Nachweise seien allerdings nicht standardisiert, weshalb eine statistische Einordnung schwierig sei.

Er geht davon aus, dass die Follikelentwicklung bei Frauen weniger störanfällig durch Mikroplastik sei als die Spermienqualität. Die Forschung macht derzeit 70 Prozent der Ursachen bei Unfruchtbarkeit beim Mann fest und 30 Prozent bei der Frau.

Als eines der deutlichsten Beispiele nennt Obruca die veränderten Samenparameter. Diese Entwicklung habe mit der Industrialisierung in den 1960er-Jahren begonnen und sich in den vergangenen zehn bis 20 Jahren weiter verschlechtert.

Die langfristigen Auswirkungen von Mikroplastik auf den Menschen sind damit weiterhin nicht abschließend geklärt. Die vorliegenden Studien deuten nach den Angaben des Mediziners aber darauf hin, dass die Belastung auch für die Fruchtbarkeit an Bedeutung gewinnen könnte.

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