Der frühere wissenschaftliche Leiter der NASA, Thomas Zurbuchen, hält es für nötig, dass Europa eigene Raketen baut. Der Schweizer, der an der Spitze der US-Raumfahrtbehörde Projekte mit einem Jahresbudget von 8,9 Milliarden Dollar verantwortete, warnt, Europa dürfe im Wettlauf um den Weltraum nicht zurückfallen.
Zurbuchen ist 58 Jahre alt und stammt aus einem Bergdorf in der Nähe von Bern. Dort habe ihm ein Lehrer einst gesagt: „Von meinem Dorf kommen keine intelligenten Menschen.“ Den gegenteiligen Beweis lieferte er später mit seiner Karriere bei der NASA, die ihn in eine Schlüsselrolle in der modernen Raumfahrt führte.
Im Gespräch blickt Zurbuchen nicht nur auf Missionen ins All, sondern auch auf die Zukunft der Erde. Seine Forderung nach eigenen Raketen für Europa verbindet er mit der Sorge, dass der Kontinent bei der Entwicklung von Raumfahrttechnik den Anschluss verlieren könnte.
Mit seiner Laufbahn vom Bergdorf an die Spitze der NASA verkörpert Zurbuchen einen der prominentesten europäischen Köpfe in der internationalen Raumfahrt. Seine Aussage erhält damit Gewicht über den persönlichen Werdegang hinaus: Sie richtet sich an die technologische Eigenständigkeit Europas in einem Bereich, der von hohen Investitionen und strategischer Bedeutung geprägt ist.














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