Clint Eastwoods berühmter Mann ohne Namen aus der Dollar-Trilogie hätte beinahe einen Namen getragen, der eng mit John Wayne verbunden ist. Der geheimnisvolle Westernheld, der mit Poncho und lakonischer Art zum Symbol des Italowesterns wurde, war ursprünglich offenbar mit der Bezeichnung einer Rolle aus dem Umfeld von Eastwoods größtem Rivalen verknüpft.
Gerade dieser Verzicht auf einen Namen gehört zu den prägenden Eigenschaften der Figur. Eastwood machte den Mann ohne Namen zu einer der bekanntesten Westernrollen überhaupt. Mit dem eiskalten Blick und der zurückgenommenen Spielweise wurde die Figur zum Gegenentwurf zu vielen klassischen Westernhelden und half mit, das Genre neu zu definieren.
Dass die Rolle zunächst anders gedacht war, wirft ein Schlaglicht auf die Entstehungsgeschichte der Dollar-Trilogie. Eastwoods Ruhm in diesem Bereich gründete sich auf Filme, die den klassischen Western stärker in Richtung Italowestern verschoben und mit klaren Gut-und-Böse-Mustern brachen, wie sie in älteren Produktionen üblich waren.
Der fast verwendete Name hätte die Figur dabei unmittelbar mit John Wayne verbunden. Gerade das macht die nun bekannt gewordene Überlegung bemerkenswert: Ausgerechnet Eastwoods ikonischste Westerngestalt stand anfangs unter einem Namen, der eher an den traditionellen Hollywood-Western erinnerte als an die spätere, kühlere und anonymere Figur, die schließlich auf der Leinwand blieb.














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