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Antikorruptionsexperte kritisiert im Fall Wöginger Österreichs politische Kultur

Redaktionelle Szene zum Thema „Antikorruptionsexperte kritisiert im Fall Wöginger Österreichs politische Kultur“

Im Fall Wöginger hat Antikorruptionsexperte Michael Kräutner von einer „Parteibuchstammeswirtschaft“ in Österreich gesprochen. Anlass war die Diskussion in der ORF-Sendung „Das Gespräch“ mit Susanne Schnabl am Sonntagabend, in der mehrere Beteiligte die politische Kultur und den Umgang mit Korruption in Österreich thematisierten.

Der ehemalige Wiener Vizebürgermeister Bernhard Görg sagte dabei, die gesamte politische Kultur gehöre „auf die Anklagebank“. Wögingers Anwalt Michael Rohregger verteidigte den Wunsch nach Chefposten als „Bürgeranliegen“. Die Debatte drehte sich damit um die Frage, wie stark parteipolitische Nähe und Korruption die politische Landschaft prägen.

Auch die ehemalige Finanzbeamtin Christa Scharf meldete sich in der Runde zu Wort. Sie sagte, sie wünsche sich „ein Zeichen“. Der Satz stand im Zusammenhang mit der politischen und administrativen Aufarbeitung des Falls, der in der Sendung erneut öffentlich besprochen wurde.

Die Wortmeldungen in der ORF-Runde machten deutlich, wie kontrovers der Fall Wöginger weiterhin bewertet wird. Während Rohregger den Vorwurf politischer Gefälligkeit zurückwies, fiel die Kritik von Kräutner und Görg an der politischen Kultur in Österreich deutlich aus.

Die Sendung stellte damit weniger den Einzelfall als die grundsätzliche Frage nach den Strukturen in den Mittelpunkt, in denen politische Entscheidungen und Postenvergaben in Österreich wahrgenommen werden.

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