Beim traditionellen 1.-Mai-Auftritt haben sich Vizekanzler und SPÖ-Chef Andreas Babler sowie FPÖ-Chef Herbert Kickl mit deutlicher Kritik am jeweils anderen überzogen. Babler sprach am Wiener Rathausplatz vor Tausenden SPÖ-Anhängern und Mitgliedern, Kickl trat ebenfalls am 1. Mai vor seinen Sympathisanten auf.
Babler lobte zunächst die Regierungsarbeit seiner Partei und richtete sich dann gegen den politischen Gegner. Er bezeichnete Kickl und seine Leute als Zujubler von US-Präsident Donald Trump und sprach von einer „Achse des Chaos“ der Autokraten. Österreich brauche keinen „Trump auf Österreichisch“, sagte Babler. Zudem meinte er, Kickl solle sich an der Tankstelle hinstellen und die steigenden Preise erklären.
In seiner Kritik verwies Babler auch auf die Teuerung bei Sprit und Lebensmitteln. Bei Letzteren sei das etwa der Fall, weil Düngemittel nicht durch die Straße von Hormuz gelangen könnten. Zugleich erklärte er: „Wir haben das Versprechen gehalten, Österreich einen rechtsextremen Bundeskanzler zu ersparen.“
Auch Kickl ließ in seiner Rede keine Schonung erkennen und setzte am 1. Mai auf deutliche Abgrenzung. Babler wiederum stellte Kickls Verständnis von Patriotismus infrage. „Patriotisch ist nicht, wer am lautesten Österreich schreit, patriotisch ist, wer jeden Tag dafür arbeitet, dass es endlich wieder besser geht“, sagte der SPÖ-Chef.
Das politische Fernduell am 1. Mai war damit vor allem von gegenseitigen Angriffen geprägt. Beide Parteichefs nutzten den Feiertag, um ihre jeweiligen Anhänger zu mobilisieren und den Kontrahenten scharf anzugehen.














Leave a Reply