TagesPlus.at

Aktuelle Nachrichten aus Österreich und der Welt

Charles stichelt bei Staatsbankett im Weißen Haus über Geschichte und Sprache

Redaktionelle Szene zum Thema „Charles stichelt bei Staatsbankett im Weißen Haus über Geschichte und Sprache“

König Charles hat am Montagabend beim Staatsbankett im Weißen Haus mit einer charmant-frechen Rede für Heiterkeit gesorgt. Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump empfingen den britischen Monarchen zu dem glanzvollen Abend, bei dem Charles in seinem Toast die gemeinsame Geschichte beider Nationen aufgriff.

Mit Blick auf das 250. Jubiläum der USA nannte Charles die Feierlichkeiten eine „deutliche Verbesserung gegenüber der Boston Tea Party“. Der König verband seine Ansprache dabei mit mehreren kleinen Seitenhieben, die im voll besetzten Saal für Gelächter sorgten.

Auch Trump bekam eine Spitze ab. Charles sagte, er komme nicht umher, die „Anpassungen“ am Ostflügel des Weißen Hauses nach dem Besuch des US-Präsidenten auf Schloss Windsor zu bemerken. Trump hatte den East Wing in einer Blitzaktion abreißen lassen, um Platz für einen riesigen Ballsaal zu schaffen.

Besonders deutlich wurde Charles bei einem Rückblick auf den Krieg von 1812. „Ich bedauere es zu sagen, dass wir Briten natürlich 1814 unseren eigenen kleinen Versuch des Immobilien-Umbaus am Weißen Haus unternommen hatten“, sagte er mit Verweis darauf, dass die britische Armee das Weiße Haus im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg angezündet hatte.

Für weiteren Applaus und Heiterkeit sorgte Charles, als er auch eine jüngst getätigte Aussage Trumps parierte. In seiner Rede griff der Monarch damit nicht nur historische Bezüge auf, sondern setzte vor dem amerikanischen Publikum auf eine Mischung aus höflicher Distanz und spitzer Ironie.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert