Die angespannte Lage im Nahen Osten und die weiterhin geschlossene Straße von Hormus treiben die Sorgen um die Versorgung mit Dünger und Treibstoff auch in Österreich. Noch sind die Bauern hierzulande mit Dünger und Diesel eingedeckt, doch die Kosten steigen bereits deutlich. Das könnte sich nach Angaben aus der Branche bald auch auf Lebensmittel auswirken.
Über die Seestraße werden nicht nur Öl und LNG transportiert, sondern auch rund ein Drittel des weltweit verschifften Düngemittelvolumens. Besonders betroffen ist Stickstoffdünger, dessen Herstellung stark von Gas abhängt. In mehreren Regionen der Welt hat sich die Verfügbarkeit zuletzt deutlich reduziert. Wichtige Grundbausteine wie Harnstoff und Ammoniumnitrat sind daher spürbar teurer geworden.
Seit Jahresbeginn liegen die Preissteigerungen bei Stickstoffdünger bei 40 bis 60 Prozent. Die meisten anderen Dünger verteuerten sich um rund 50 Prozent, bei Phosphor und Kalium fiel der Anstieg etwas geringer aus. Für die Landwirtschaft bedeutet das höhere Betriebskosten in einer Phase, in der die Versorgung zwar noch gesichert ist, die Kalkulation aber bereits unter Druck steht.
Zusätzlich belasten große Ersatzmengen einzelner Staaten den Markt. Indien importiert Reuters zufolge derzeit 2,5 Millionen Tonnen Harnstoff. Etwa zehn Prozent der Düngemittel für Österreichs Landwirtschaft kommen aus dem Nahen Osten. Damit bleibt die Lage für heimische Betriebe eng mit den Entwicklungen auf den internationalen Rohstoff- und Transportmärkten verbunden.














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