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Fast-Fashion ohne Klimaschäden: H&M setzt auf CO₂-neutrale Produktion

Redaktionelle Szene zum Thema „Fast-Fashion ohne Klimaschäden: H&M setzt auf CO₂-neutrale Produktion“

Der Modekonzern H&M will in den nächsten Jahren CO₂-neutral werden. Die Textilindustrie ist für einen maßgeblichen Anteil der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich, und der Druck auf Hersteller und Marken steigt damit auch wirtschaftlich. In Vietnam zeigt ein Zulieferer des Konzerns, wie eine Produktion mit weniger Emissionen organisiert werden soll.

In der Industriestadt Hung Yen am Südrand der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi führt Vincent Wang durch eine große Halle mit künstlichem Licht und dem ständigen Surren von Maschinen. Dort trocknen gerade gefärbte Stoffe für den nächsten Verarbeitungsschritt, an Nähapparaten werden die Ränder von BHs abgedichtet. Wang arbeitet für Bangjie, ein Unternehmen, das sich als Pionier versteht.

„Bei all dem wird bald kein CO₂ mehr ausgestoßen!“, ruft er gegen den Lärm an. Eine Wohltat sei das aber nicht, betont er. CO₂-freie Produktion ergebe schlicht wirtschaftlich Sinn. Vor einem Bauzaun gegenüber der Halle verweist Wang auf ein neues Element der Anlage. Neben einem älteren Biomasseofen schaufelt ein Bagger. „Da kommt unser Gamechanger!“, sagt er. „Ab April besorgt hier eine große Wärmepumpe unseren Strom.“

Der Fall zeigt, wie die Branche auf Kostendruck und Klimaziele zugleich reagiert. Gerade die Fast-Fashion-Industrie, in der viele Menschen sich jede Saison mit völlig neuer Bekleidung eindecken, steht wegen ihrer Emissionen unter besonderer Beobachtung. Für H&M und seine Zulieferer geht es damit nicht nur um Umweltziele, sondern auch um die Frage, wie sich Produktion künftig organisieren lässt.

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