Unternehmen sollen ab 2028 auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 60 Jahren in den Familienausgleichslastenfonds (FLAF) einzahlen. Der Ökonom Ulrich Schuh von WPZ-Research kritisiert die geplante Regelung und spricht von „mangelndem Weitblick“.
Schuh warnt zugleich vor den wirtschaftlichen Folgen der Maßnahme. Die geplante Änderung betrifft eine Altersgruppe, die bisher von der Einzahlung ausgenommen war. Nach den vorliegenden Angaben soll diese Befreiung wegfallen.
Lohnnebenkosten sollen sinken
Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem Ziel, die Lohnnebenkosten zu senken. Schuh hält die Folge der geplanten Einbeziehung älterer Beschäftigter in den FLAF für „verheerend“.
Der Familienausgleichslastenfonds ist damit erneut Gegenstand wirtschaftspolitischer Debatten. Im Zentrum steht die Frage, welche Belastungen Unternehmen künftig tragen müssen und wie sich Änderungen bei den Lohnnebenkosten auf den Standort auswirken.
Die Befreiung für über 60-Jährige soll demnach ab 2028 nicht mehr gelten. Für die Betriebe bedeutet das eine zusätzliche Einzahlungspflicht für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.













