Der Gründer des Alban Berg Quartetts, Günter Pichler, ist am Freitag im Alter von 85 Jahren bei einem Verkehrsunfall gestorben. Der aus Kufstein stammende Geiger leitete das 1970 gegründete Ensemble bis zu dessen Auflösung 2008.
Pichler wurde am 9. September 1940 in Kufstein geboren. Schon als 18-Jähriger war er Konzertmeister der Wiener Symphoniker. Im Alter von 21 Jahren berief ihn Herbert von Karajan zum Konzertmeister der Philharmoniker.
Sein Studium begann Pichler 1955 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Dort unterrichtete er ab 1963 auch selbst als Professor. Zwischen 1993 und 2012 lehrte er außerdem an der Musikhochschule Köln. 2007 wurde er zum Leiter des Departments für Kammermusik an der Escuela Superior de Música Reina Sofia in Madrid bestellt.
Renommiertes Quartett über Jahrzehnte geprägt
Mit der Gründung des Alban Berg Quartetts im Jahr 1970 prägte Pichler eines der renommiertesten Streichquartette der Welt. Neben seiner Arbeit im Ensemble baute er auch eine Dirigentenkarriere auf und arbeitete mit Orchestern in Europa und im asiatischen Raum zusammen.
Für seine künstlerische Arbeit erhielt Pichler 1993 das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. 2008 wurde ihm zudem der Tiroler Landespreis zuerkannt.














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