Für viele Menschen sind Haustiere heute mehr als Begleiter: Sie gelten als Familienmitglieder. So eng wie in der Gegenwart war die Beziehung zwischen Menschen und ihren Tieren in der Menschheitsgeschichte nach dem vorliegenden Material noch nie.
Ein Beispiel dafür ist Theresa, die nach einem Schlaganfall im Februar 2022 auf der Intensivstation einen Hund haben wollte. Die damals 38-Jährige verband damit die Hoffnung auf etwas, worauf sie sich freuen konnte, und auf ein „Projekt“, das ihrem Leben Sinn geben würde. Wenig später zog Tessa bei ihr und ihrem Lebensgefährten ein.
Tessa ist ein brauner Flat Coated Retriever, eine als temperamentvoll und freundlich beschriebene Jagdhunderasse. Theresa sagt über den Hund, er spüre, wenn es ihr schlecht gehe, und tröste sie. Tessa habe sie aus einem psychischen Trauma herausgeholt und ihr Stabilität gegeben. Von Beginn an sei sie ein echtes Familienmitglied gewesen, dürfe im Bett schlafen und freue sich wild, wenn Theresa durch die Wohnungstür komme.
Das persönliche Beispiel steht für einen breiteren Trend. Viele Menschen haben ein sehr inniges Verhältnis zu ihrem Haustier. Nach den vorliegenden Angaben ist die Beziehung zwischen Mensch und Tier in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend emotionaler geworden. Die räumliche Nähe zwischen Menschen und ihren Tieren habe es zwar immer schon gegeben, so eng wie heute sei das Verhältnis aber noch nie gewesen.














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