Keuchhusten breitet sich in Europa und Österreich weiter stark aus. Allein in Wien wurden 2024 bisher 985 bestätigte Fälle registriert, in ganz Österreich waren es bis dato mehr als 6000. Im gesamten Jahr 2023 waren es 2780 Fälle. Besonders betroffen sind Babys im ersten Lebensjahr und Jugendliche.
Die Entwicklung ist auch wegen mehrerer Todesfälle alarmierend. In Graz starb im März ein Neugeborenes an Keuchhusten. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC starben in Europa 2024 bisher acht Kleinkinder unter einem Jahr an der Krankheit. In Leoben musste zudem ein Kind längere Zeit auf der Intensivstation behandelt werden.
Große Impflücken als wesentlicher Grund
Ein wesentlicher Grund für den starken Anstieg sind große Impflücken. Die Impfung gegen Keuchhusten wird im Rahmen der Sechsfachimpfung verabreicht und ist Teil des kostenfreien Kinderimpfprogramms. Österreich bildet bei der Impfrate das Schlusslicht in Europa.
Die Zahlen aus Wien verdeutlichen das Ausmaß des Anstiegs besonders deutlich: Die 985 bestätigten Fälle verteilen sich auf das ganze bisherige Jahr 2024, darunter 45 im Jänner, 52 im Februar, 88 im März, 101 im April, 119 im Mai, 165 im Juni, 306 im Juli und 109 im August. Das sind um das 14-Fache mehr Neuerkrankungen als im gesamten vergangenen Jahr.
Betroffen sind Personen in jedem Alter. Die hohe Zahl der Erkrankungen und die schweren Verläufe bei Säuglingen zeigen, wie groß die Lücken im Impfschutz derzeit sind.














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