Weltweit leben aktuellen UN-Daten zufolge ein bis zwei Prozent mehr Männer als Frauen. Besonders deutlich ist der Überschuss im reproduktionsfähigen Alter, und das hat Folgen: Seit dem Jahr 2024 zeugen Männer verhältnismäßig weniger Kinder als Frauen. Bis dahin war das Verhältnis umgekehrt, wie ein Forschungsteam im Fachjournal PNAS berichtet.
Der Befund verändert nach Angaben der Forscher nicht nur die Geburtenraten. Ein Männerüberschuss im gebärfähigen Alter führe auch dazu, dass mehr Männer ungewollt kinderlos bleiben könnten. Damit verschiebt sich die Last der Familiengründung auf eine größere Gruppe von Männern, während Frauen im Verhältnis seltener auf Partnersuche bleiben.
Verhältnis dreht sich seit einiger Zeit
Lange galt auf der Welt das Gegenteil als selbstverständlich: mehr Frauen als Männer. Dieses Verhältnis hat sich dem Bericht zufolge inzwischen gedreht. Der Überschuss fällt zwar insgesamt gering aus, im reproduktionsfähigen Alter ist er aber stärker ausgeprägt. Genau dort wirken sich die demografischen Verschiebungen am deutlichsten auf die Zahl der Geburten aus.
Die Entwicklung hat nach den vorliegenden Angaben weitreichende Probleme zur Folge. Neben den verschobenen Geburtenraten betrifft sie vor allem die Frage, wer am Ende eine Familie gründen kann und wer nicht. Die Forschenden sprechen damit eine Veränderung an, die nicht nur statistisch relevant ist, sondern auch konkrete Auswirkungen auf Partnerschaft und Familienbildung haben kann.














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