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Migräne bei Kindern wird oft erst spät erkannt

Redaktionelle Szene zum Thema „Migräne bei Kindern wird oft erst spät erkannt“

Immer mehr Kinder leiden unter Migräne, doch besonders bei Kleinkindern ist die Diagnose oft schwierig. Der Lustenauer Kinderarzt Gerald Endres betont, dass sich die Beschwerden bei den Jüngsten häufig anders zeigen als bei älteren Kindern. Laut Studien hat sich die Zahl der betroffenen Kinder in den vergangenen 30 Jahren verdreifacht.

In der Praxis von Endres kommen nach seinen Angaben wöchentlich mehrere Kinder mit Migräne vor. Als mögliche Anzeichen nennt er Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Auch Licht- und Lärmempfindlichkeit können auftreten. Gerade Kleinkinder würden sich zudem oft zurückziehen und das Spielen abbrechen.

Je jünger ein Kind sei, desto schwieriger sei die Diagnose, sagt der Arzt. Kinder unter drei Jahren könnten ihre Beschwerden oft nicht in Worte fassen. Mittlerweile gebe es aber gute Medikamente gegen Migräne bei Kindern. Auch Yoga, Akupunktur oder autogenes Training könnten helfen.

Auch die Lustenauerin Dajana Wolf war als Kind betroffen. Bei ihr sei Migräne erst spät erkannt worden. Mit vier Jahren sei sie wegen Schmerzen zum ersten Mal im Spital gewesen, die erste Diagnose habe sie erst mit zehn Jahren erhalten. Um anderen Kindern den Umgang mit der Erkrankung zu erleichtern, hat sie ein Kinderbuch zu dem Thema verfasst.

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